Petra Spiess

Coaching-Tipps für den (Berufs-)Alltag

Nicht nur für Führungskräfte, sondern für alle, die sich im (Berufs-)Alltag mit Kunden, Kollegen und Geschäftspartnern auseinander setzen.

Profitieren Sie hier von meiner Erfahrung aus der Coachingpraxis und lesen hier von den wirkungsvollsten, einfachen kleinen (Notfall-)helfern aus meinem Methodenkoffer im Coaching.

Sie finden hier Tipps – einfach, leicht anzuwenden und kostenlos!


Kleine (Notfall-)helfer aus meinem Methodenkoffer im Coaching

Allzu leicht kommen wir im Alltag unter Druck, vielfältige Anforderungen und oft auch Überforderung bewirken Stress und nicht selten geraten wir in starke emotionalen Zustände. In einem sogenannten „stuck state“ sind wir oft unseren unbewussten Mustern ausgesetzt, in einem inneren Dialog spulen wir immer wieder Drohszenarien ab und unser Denken setzt aus. Jetzt gilt es schnell und direkt agieren, um die Muster zu unterbrechen, uns Zeit zu verschaffen, dass wir wieder klar denken und überlegt handeln können.

Muster unterbrechen durch Bewegung

Bewegung lautet das Schlüsselwort. Mit Bewegung unterbrechen Sie den aktuellen mentalen Zustand, kommen wieder in Fluss und erhalten Zugang zu Ihren Ressourcen. Sie verhalten sich entgegen Ihrem emotionalen Zustand. Fühlen Sie sich bedrückt, depressiv oder starr, so richten Sie den Körper auf, strecken Ihre Arme nach oben und zur Decke. Sind Sie wütend oder gekränkt, so gehen Sie schnell auf und ab. Boxen Sie in die Luft oder laufen Treppenstufen. Das klappt doch im Alltag gar nicht? Das ist noch die ressourcearme Haltung, die da spricht. Tatsächlich ist es oft ganz einfach, Sie müssen es nur tun.

Zeit verschaffen in Face-to-Face Situationen

Manchmal brauchen wir nur ein paar Sekunden Zeit, um unsere Antwort zu formulieren, unsere Reaktion zu überdenken oder unsere einstürmenden Gedanken zurückzudrängen. So können Sie zum Beispiel selbst in einem Meeting kurz aufstehen und sich ein Getränk holen. Nehmen Sie Ihr Mobiltelefon und täuschen Sie vor einen Anruf annehmen zu müssen. Oder Sie entschuldigen sich für einen Gang auf die Toilette.

Brauchen Sie nur eine kurze Ablenkung von Ihrem Gedanken-Hamsterrad, lassen Sie einen Stift fallen und bücken Sie sich danach. Putzen Sie die Nase. Schenken Sie sich ein Getränk ein und trinken Sie einen Schluck. Atmen Sie langsam und bewusst 5 mal ein und aus. Dabei konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem.

Übrigens: Gesprächspausen bis zu 10 Sekunden fallen unserem Gegenüber meist gar nicht auf. Testen Sie doch mal aus, wie lange dies sein kann!

Ressourcen-Anker nutzen

Sind Sie Fußballfan? Dann erinnern Sie sich bestimmt noch an das WM-Spiel der deutschen Mannschaft gegen Australien. Vielleicht waren Sie mit anderen Menschen beim Public Viewing, vielleicht waren Sie auch alleine zuhause oder haben das Spiel am Radio verfolgt. Nun erinnern Sie sich an das Gefühl, als Ihnen und Millionen anderer Fans klar wurde, dass die Deutschen gewonnen haben. Vielleicht sind Sie aufgesprungen, haben gejubelt, gepfiffen und andere umarmt. Nun halten Sie dieses Gefühl fest, spüren Sie genau nach, wo Sie es in Ihrem Körper fühlen. Welches Wort oder Lied, welches Tier oder Objekt fällt Ihnen dazu ein? Nutzen Sie dies als Anker und aktivieren Sie dieses Hochgefühl jedes Mal, wenn Sie in einer schwierigen Situation sind und eine starke Ressource brauchen.

Wirkung von Sprache beim Telefoncoaching – oder wieso Kommunikation doch klappt!

Am Telefon sind wir ganz aufs hören und sprechen reduziert. Indem wir uns auf die Worte, Tonlage und Sprachmelodie konzentrieren, sind wir voll und ganz in der jeweiligen Situation präsent. Nichts lenkt uns ab, unsere Augen können wir schließen und innere Bilder entstehen. Sprache ermöglicht es Ihnen die ausgeschlossenen Sinne durch die Verwendung bestimmten Worte und verbaler Bilder zu ersetzen.

Und wieso spielt die Sprache so eine große Rolle am Telefon? Wir Menschen unterscheiden uns u.a. auch in der Art unserer primären Wahrnehmung von Menschen, Situationen und Erlebnissen. Im NLP kennt man verschiedene Repräsentationssysteme. Davon gibt es insgesamt vier, drei davon sind am stärksten in unserer Gesellschaft vertreten: Dies sind die visuellen, auditiven und kinästhetischen Typen. Diese Menschen erkennen wir nicht unbedingt daran, dass einige knallbunte Kleidung, die anderen immer den iPot im Ohr und die nächsten die Hand in der Tasche haben – aber wir erkennen sie an ihrer Sprache, welche Worte sie benutzen, um Erlebnisse und Situationen zu beschreiben. Spricht man diese Typen in "Ihrer" Sprache an, verstehen sie uns leichter und fühlen sich rundum in der Situation wohl.

Wahrnehmungstypen und wie Sie diese erkennen können

Im NLP kennt man verschiedene Repräsentationssysteme. Davon gibt es insgesamt vier, drei davon sind am stärksten in unserer Gesellschaft vertreten: Dies sind die visuellen, auditiven und kinästhetischen Typen.

Der visuelle Typ benutzt Redewendungen, wie "Licht ins Dunkel bringen", "Mir ist endlich ein Licht aufgegangen!", "das lässt tief blicken", "Wenn ich an die Situation denke, sehe ich vor allem..", "ich kann mir einfach kein Bild machen", "mir scheint...".

Der auditive Typ "ist ganz Ohr", findet "das hört sich gut an", oder "klang nicht sehr überzeugend", "beruft sich auf", kann jemandem "ins Gewissen reden" oder "ein Lied davon singen" und "hört in sich hinein", wenn er oder sie nachdenkt.

Der kinästhetische Typ versucht "die Dinge in den Griff zu bekommen", "streckte seine Fühler nach was Neuem aus" oder "bekommt kalte Füße". Er oder sie "fühlt sich berührt von etwas", kann so manches "aus dem Ärmel schütteln" oder "an den Haaren herbeiziehen".

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